facebook

Der Wunsch nach mehr Platz und Natur begann für unsere Auftraggeber beim Kauf eines sehr schmalen, steilen Grundstücks in Gablitz, am Rande des Wienerwaldes. Die Qualitäten der typischen Wiener Gründerzeitwohnung sollten am liebsten von der Stadt gleich mit aufs Land übersiedelt werden.

Der straßenseitige Zugang befindet sich am oberen Rand des Grundstücks. Das 3 geschossige Gebäude wurde ressourcenschonend in den Hang integriert und verzichtet auf große Geländeveränderungen und teure Kellerflächen.

Wie auf einem Präsentierteller sitzt das Einfamilienhaus auf einem Sockel aus Beton. Darüber thront ein monolithischer Baukörper aus Ziegel. Die Lage der Zugänge, Terrassen und die Gartenflächen wurden als Teil des Gebäudes mitkonzipiert und sorgen für ein breites Spektrum an unterschiedlichsten Aufenthaltsräumen im Freien.

Das besondere Fassadenkleid besteht aus österreichischem Klinker und einem klassischen Tondach, das sich farblich zu einer homogenen Außenhaut verbindet.
Alle Fensterflächen im Wohngeschoss stellen eine direkte Verbindung zum Außenraum her und fokussieren den Weitblick in die umgebende Landschaft. Die Dachfenster im oberen Geschoss belichten einerseits die Schlafräume und bringen das Licht bis hinunter in das Hauptgeschoss.

Helle Räume, Raumhöhen über 3 Meter und der flexibel teilbare Hauptraum bilden wichtige Aspekte der gründerzeitlichen Struktur. Das Einfamilienhaus in Gablitz verfügt über einen zentralen, doppelt hohen Wohnraum mit angeschlossener Wohnküche, der sich über Schiebetüren schnell teilen lässt.

Mitarbeit: Ing arch Renata Veghova
Fotos: Ditz Fejer
Ort: Gablitz / NÖ
Auftraggeber: Privat
Zeitraum: 2017 – 2019
Wohnnutzfläche: 211,4 m²